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Wolverine – Weg des Kriegers

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Wolverine – Der Weg des Kriegers

Den aktuellen Wolverine Film habe ich bereits vor einigen Wochen im Kino gesehen. Doch da ich nur ständig unterwegs bin, habe ich es einfach nicht geschafft, irgendetwas abzutippen. Bei dem Wetter ist es einfach zu schwierig, sich diszipliniert hinzusetzen und sich um seinen Blog zu kümmern. Das Wort Blogpflege scheint vergessen oder zumindest weggeschmolzen. Ich hoffe, ihr habt Verständnis oder/und genießt das aktuelle Wetter ebenfalls.
Nun zum Wesentlichen und zwar zur Wolverine Kritik, wobei ich mich aber kurz halten möchte.

Im zweiten Weltkrieg rettet Wolverine dem jungen Offizier Yashida das Leben. Dabei wird diesem offenbart, dass Wolverine Kräfte hat von denen ein normaler Mensch nur träumen kann.
Jahre später liegt Yashida als alter Mann im Sterben. Er lässt Wolverine aufspüren, da er den Wunsch verspürt vor seinem Ableben diesen noch einmal zu sehen. Der Japaner unterbreitet Logan, so Wolverines bürgerlicher Name, ein ungewöhnliches Angebot: Logans Unsterblichkeit und ein damit verbundenes, gewöhnliches Leben.

Doch Wolverine willigt nicht ein, der Japaner verstirbt daraufhin und die hübsche Mariko, Enkeltochter dessen wird das große Yashida Imperium erben. Das Testament soll in nur wenigen Tagen verlesen werden. Ausgerechnet Marikos Vater ist erzürnt und die Ereignisse überschlagen sich: Mariko wird kurzerhand entführt, Wolverine spielt den Retter in der Not und beide müssen sich gegen die Yakuza erwehren.

Der Film ist ein wenig schnell geraten. Die Ereignisse überschlagen sich sehr flott, um an einem gewissen Punkt wieder zu ruhen. Denn schnell wird klar in welche Richtung der Film schlagen wird. Es ist eine Entführung, in der Wolverine sein Können zeigt, während er zugleich seinen Charme spielen lässt. Von Vornherein ist klar, dass eine kleine Liaison sich zwischen der bildhübschen Japanerin und dem Mutanten anbahnen wird.

Weniger offensichtlich ist das Motiv der Viper. Wieso kämpft sie gegen Wolverine? Was bietet ihr der alte Yashida im Gegenzug dafür an? Was möchte sie eigentlich erreichen? Diese Frage wird im Verlauf des Films nicht geklärt, was sehr schade ist, da sie bis zum Ende blass und austauschbar bleibt. So verwundert es nicht, dass sie sich nicht einmal als würdig erweist, überhaupt gegen Wolverine anzutreten.

Dass der alte Yashida allerdings nach dem Leben von Wolverine trachtet, sich dessen Kräfte einverleiben möchte und ganz und gar nicht dankbar erscheint, ist zur Abwechslung nicht besonders tugendhaft oder typisch japanisch. Hier hat man sich nicht an ein Klischee gehalten und einen typischen Charakterzug sogar umgekehrt. Zwar war mir klar, wer oder was hinter dem Silver Samurai steckt, doch finde ich es sehr überraschend, dass Yashida selbstverliebt, egoistisch und selbstbezogen handelt.

Der neueste Trend ist, Helden auf einen Zug zu katapultieren und bei einem Schlagabtausch zu zeigen. Ein sterbliches Yakuza Mitglied und Wolverine hat man auf einem rasenden Shinkansen gegeneinander antreten lassen, die für einen rasanten Schlagabtausch sorgen. Die Idee ist bereits absurd, aber absurder ist die Tatsache, dass ein normaler Mensch es schafft, sich minutenlang auf dem Zug zu halten und sogar zu kämpfen. Ich liebe ausgefeilte und raffinierte Actionszenen, aber diese Szene ist ein wenig weit hergeholt.

Wolverine hat vermutlich den unruhigsten Schlaf in der Comicgeschichte. Es passiert nicht selten, dass er mitten in der Nacht aufwacht und die Person neben ihm fast aufsticht. Wie konnte es also passieren, dass die Viper ihm einen Besuch abstatten konnte, ohne dass er diese aus Versehen verletzt? Fragen über Fragen…

Fazit: Ich wollte mich eigentlich kurz halten und nun habe ich doch mehr Punkte gefunden, die ich loswerden wollte. Der Weg des Kriegers ist nicht per se ein Film, der nur kritisiert werden kann. Man kann durchaus unterhalten werden, doch einem Marvel- Fangirl entgehen die kleinen Details natürlich nicht.
Fans der X-Men Reihe können sich freuen, da „Days of the future past“ angeteasert wird *kreisch*.



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